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Moin!
Noses schrieb:
> Watakushi no kioku ga tashika naraba, Michael Vogel
> <ike@spamfence.net> wrote:
>>> Es sei denn, Du hast bei jedem verdammten Gewinnspiel und
>>> sonstigen Adreß-Sammler mitgemacht, dessen Du habhaft werden
>>> konntest. Dann könntest Du beliebig oft in der Liste stehen
und
>>> hast Dir die Anrufe redlich verdient.
>> Auch dann wäre es rechtlich bedenklich.
>
> Eher nicht. Du solltest Dir das übliche Kleingedruckte bei diesen
> Dingen mal durchlesen. Das einzige, was Du dabei nicht verkaufst, ist
> Deine Seele - dafür bekommen die nämlich nichts.
Klar. Aber das Schöne ist, dass man dennoch der Nutzung zu Werbewecken
widersprechen kann und an den diversen Gewinnspielen teilnehmen darf.
Wobei ich das so oder so nicht mache.
>> Anrufe von Firmen an Privatkunden dürfen nur bei einem
bestehendem
>> Geschäftsverhältnis durchgeführt werden
>
> Nicht, wenn Du pauschal dazu Deine Einwilligung gegeben hast ("Ich
> bin so doof, hier eine Postkarte mit meinen perrsönlichen Daten an
> Euch verschicke, daß Ihr hinterher auch mit mir noch machen
dürft,
> was Ihr wollt").
Logo. Ich habe das aber noch nie getan und erhalte dennoch von Zeit zu
Zeit Anrufe. Ich muss mir nur mal angewöhnen, generell danach zu fragen,
von wo sie meine Adresse haben - müssen sie mir ja laut
Bundesdatenschutzgesetz mitteilen.
> Glaubst Du wirklich, das gleiche Callcenter ruft bei irgendwem, der
> eh nichts kaufen wollen wird, mehrfach an, wenn sie die Adresse nicht
> vom Auftraggeber mehrfach vorgelegt bekommen hätten? Das lohnt
> nicht, bezahlt wird nach Erfolg.
Klar. Die Listen kommen vom Auftraggeber. Aber wenn die selbe Person bei
verschiedenen Auftraggebern in der Liste steht, wird sie auch mehrfach
angerufen, da wird jedes Projekt getrennt betrachtet. Wobei es durchaus
vorkommen kann, dass sich das Callcenter intern Konkurrenz macht, weil
einige Agenten für Firma A Preselection vertickern und andere Agenten
für Firma B das selbe machen. Da kann es passieren, dass ein Agent
für
Firma B zu hören bekommt: "Sorry, aber ich habe gerade eine
Preselection
bei A abgeschlossen" ;-)
Bezahlt wird nicht nur nach Erfolg, sondern auch nach der absoluten
Anzahl der durchgeführten Telefonate. Es müssen nicht nur gewisse
Abschlussquoten gehalten werden, sondern auch eine gewisse Anzahl
erfolgter Anrufe pro Stunde.
>> Tele2 macht übrigens meines Wissens nach Coldcalls.
>
> Meines Wissens nach nicht - die Indoktrination der Fon-Zombies ist so
> gut, daß die ihre Regeln noch vor sich hinbrabbeln, wenn sie schon
> längst nicht mehr am Telefon sitzen.
Passiert aber dennoch eher selten, dass die "Fon-Zombies" (oder
besser:
"Callcenter-Agenten") sich am privaten Telefon mit "Elena
Müller, Firma
A, schönen guten Tag" melden ;-) Ich habe Bekannte, die in diesem
Beruf
arbeiten. Nicht für Tele2, aber man erhält dennoch einen gewissen
Einblick.
Tschau!
Michael
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